Gestatten: Tatjana Mennig,

Haustier-Verrückte, Katzenpsychologin, gute Zuhörerin, Autorin und Leserin.

Tiere sind meine Welt. Ich bin eine von denen, die als Kind keine Puppen hatten, sondern Massen von Stofftieren. Deren Lieblingsbuch ihr Tierlexikon war und die schon mit 10 auf dem Schulhof Vorträge über Tiere gehalten hat und sich nicht daran erinnern kann, jemals ihr Leben nicht mit irgendwelchen Tieren geteilt zu haben. Kaninchen, Meerschweinchen, Farbmäuse, Rennmäuse, Wellensittiche, Zebrafinken, Nymphensittiche, Kanarienvögel, Zwergkrallenfrösche, diverse tropische Fische, Katzen und auch Hunde waren im Laufe der Jahrzehnte meine Familienmitglieder. Ach ja, und Reitstunden hatte ich auch so einige.

Gleichzeitig liebe ich es, mit Menschen zu arbeiten. Ich höre gerne zu, wenn mir Menschen ihr Herz ausschütten und es macht mich glücklich, wenn ich helfen kann. Deshalb bin ich Katzenpsychologin geworden. 2019 habe ich entdeckt, dass ich außerdem unheimlich gerne Wissen vermittele, und zwar in Form von Online-Seminaren. Vor meinem ersten Webinar wäre ich vor lauter Nervosität am liebsten weggelaufen. Nach dem Webinar fühlte ich mich unfassbar happy und einfach großartig. Die eigene Komfortzone zu verlassen, kann tatsächlich ungemein erhebend sein!

Aktuell leben mein Mann und ich mit unseren Britisch Kurzhaar Geschwistern Plumbum und Dorle, unserer Französischen Bulldogge Lora und vier Aquarien in Schleswig-Holstein.

Meine berufliche Karriere im Tierbereich startete etwa in der neunten Klasse in der Zoohandlung von Waldemar Welling in Hamburg-Langenhorn. Mein Schulpraktikum hatte ich selbstverständlich auch in einer Zoohandlung absolviert. Bei Herrn Welling lernte ich, wie man Fische und Vögel pflegt (und fängt), wie man Papageien die Flügel stutzt und dass körperliche Arbeit durchaus glücklich machen kann (stimmt, da war was).

Zwischen 1999 und 2005 erwarb ich journalistische Fähigkeiten als freie Autorin u.a. für die Zeitschrift "Partner Hund", schrieb Rasseportraits, interviewte Hundehalter, -züchter und -trainer und tauchte vollends ein in die überaus interessante Hundeszene. Nebenbei verfasste ich auch noch den einen oder anderen Artikel über Nagetiere für die Zeitschrift "Rodentia" (unter meinem damaligen Namen Tatjana Hahn).

Von 2007 bis 2008 genoss ich die wissenschaftlich fundierte Ausbildung zur Tierpsychologin, Fachrichtung Katze, an der Akademie für Tiernaturheilkunde (ATN), und von 2008 bis 2020 war ich als Katzenverhaltensberaterin und zwischendurch auch noch ein paar Jahre als mobile Tiersitterin unterwegs. Nebenbei schrieb ich drei Katzenratgeber sowie Artikel für das Katzenmagazin "Our Cats" und für den damaligen Blog von Almo Nature - und natürlich auch für meinen eigenen Katzenblog.

Parallel habe ich von 2014 bis 2016 ehrenamtlich die Katzengruppe im Berufsverband VdTT geleitet und die dazugehörige Website betreut. In diesem Rahmen habe ich viele Artikel von Kolleginnen redigiert, was mir große Freude gemacht hat. Wegen meiner sehr zeitaufwändigen hauptberuflichen Tätigkeit als Tiersitterin musste ich dieses Ehrenamt dann leider niederlegen.

Im März 2020 habe ich, ein wenig genötigt durch äußere Umstände, meine Selbständigkeit an den Nagel gehängt und versuchsweise in einem Notariat angefangen. Wider Erwarten gefiel es mir dort sehr gut, aber jetzt merke ich doch, dass mir die Freiheiten der Selbständigkeit fehlen und die Gleichförmigkeit des Jobs mich etwas langweilt. Und etwas ganz Wesentliches vermisse ich: Die Arbeit mit Menschen an ihren Tier-Themen. Deshalb habe ich nun die Beratungen wieder aufgenommen. Weil ich mittlerweile aber auch nicht länger ignorieren kann, dass Hunde mich ebenso begeistern wie Katzen, bilde ich mich auch in diesem Bereich fort und arbeite parallel an meiner Ausbildung zum Coach.

Weil ich zwar Geselligkeit genießen kann und gerne mit Menschen arbeite, aber zwischendurch auch immer mal ganz alleine sein muss, gönne ich mir ab und zu ein "Introvertierten-Retreat" an der Ostsee, wo ich mich ein Wochenende lang in eine Ferienwohnung zurückziehe, um in Ruhe zu schreiben (ich arbeite hobbymäßig an meinem ersten Roman) oder einfach mal ein schönes Buch zu lesen. Hier genieße ich die Ruhe, ausgedehnte Spaziergänge, auf denen mir viele Ideen kommen, und das absolute Freisein von irgendwelchen Terminen oder Verpflichtungen. Hier habe ich auch das erste Mal die wahre Magie des Schreibens erlebt: Ich schreibe einfach los, ohne genau zu wissen, was als nächstes geschehen soll, und während des Schreibens weiß ich plötzlich genau, was ich schreiben muss. Als würde die Geschichte von selbst aus der Feder fließen.
Für all diese Momente bin ich wahnsinnig dankbar. Und ich liebe meinen Mann dafür, dass er mich mit all meinen Macken und Verschrobenheiten liebt, mir meine Freiräume lässt und mehr an mich glaubt als ich selbst manchmal.